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Samstag, 7. Oktober 2006

It's Zwiebelkuchen time

Das jahrhundertelang optimierte Rezept für Zwiebelkuchen, das noch immer auf das Konterzwiebelkuchenrezept von Jochen wartet. Solange darf es als das beste der Welt gelten.

Man nehme für ein Blech leckersten Zwiebelkuchen:

1−1½ kg Zwiebeln
200g Speck

Sodann für den Pamp:

¼l Sahne (das sind 2−3 Becher), oder etwas weniger
4 Eier
Salz und Pfeffer

…und für den Teig:

350g Mähl
½−1 Würfel Hefe
1/8l Milch, oder etwas mehr
eine Prise Zucker für die Hefe
ein bißchen Salz für uns
einen Schuß gutes Olivenöl für alle

Den Teig wie einen normalen Hefeteig ansetzen, mit allem Pipapo, Vorteig, kneten, gehenlassen, Olivenöl ran, nochmal gehenlassen, fertig.

Währen der Teig herumgeht kann man selbst, oder die Leute, die man sich zu diesem Zweck eingeladen hat, die Zwiebeln kleinhacken (in Ringe oder Stücke je nach Lust), und den Speck würfeln. Der kommt dann in einen großen Topf zum anbraten. Beginnt der Speck nett knusprig zu werden, dann kommen die Zwiebeln dazu und der Deckel drauf, und alles darf dünsten. Dann rührt man die Zutaten für den Pamp zusammen und schmeckt sie mit ordentlich Salz und Pfeffer ab.

Der Teig kommt dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und wird ausgerollt. Darauf kommt die Zwiebel-Speck-Mischung, darüber wiederum schön gleichmäßig verteilt der Pamp, und ganz oben drauf dann noch

etwas Kümmel.

Dazu gibt's Federweißen, mein Rezept spricht von vier Flaschen pro Blech…

Mittwoch, 20. September 2006

Spätzle

Spätzle aus der Packung sehen nicht nur langweilig aus, sondern schmecken auch so. Deshalb sollte man sie (nicht nur als echter Schwob!) selbst machen. Für den Teig benötigt man pro Person
ca. 100g Mehl
1 Ei
4 EL Wasser
1 Prise Salz
Den Teig mit einem Kochlöffel oder der Rührmaschine (Knethaken) schlagen, bis er Blasen wirft. Je nach Größe der Eier evtl. noch ein bisschen mehr Wasser dazutun. Der Teig sollte ziemlich klebrig sein. Wenn man alles richtig gemacht hat riecht und schmeckt er ein bisschen wie ein altes Spültuch :-)
Vor der endgültigen Verarbeitung sollte der Teig eine viertel bis halbe Stunde ruhen. Zür die Zubereitung gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:
  1. Mit dem Spatzehobel: Das ist ein Gerät, das einem Gemüsehobel recht ähnlich sieht, mit dem man aber kleine, eher rundliche, tropfenförmige Spätzle, sog. Knöpfle, produzieren kann. Der Teig wird einfach in den Trichter eingefüllt, der dann hin- und hergeschoben wird. Der Teig sollte nicht zu dick sein, da er sonst nicht gut fließt.
  2. Mit dem Spätzleschwob (auch Spätzlepresse genannt) kann man durch einfaches durchdrücken sehr gleichmäßige Spätzle herstellen. Wichtig ist dabei, dass man die Presse nur halb voll macht, bzw. nach der Hälfte den Teig abschneidet, sonst werden die Spätzle zu lang.
  3. Mit dem Spätzlebrett: Dies ist sozusagen für die Spätzle-Profis. Das Equipment ist auf dem Bild oben zu sehen. Beim Brett handelt es sich um ein spezielles Brett, das vorne abgeflacht ist, damit der Teig nicht dran kleben bleibt. Man gibt eine kleine Portion Teig auf das Brett, das man vorher angefeuchtet hat. Der Teig kann mit dem Schaber flach gestrichen werden, bevor er mit schnellen Bewegungen ins kochende Wasser geschabt wird.
Bei allen drei Möglichkeiten braucht man zusätzlich einen großen Topf mit kochendem Salzwasser. Er sollte ziemlich voll sein, da man sich sonst insbesondere beim Schaben die Finger am heißen Dampf verbrennt. Die Spätzle sind fertig, wenn sie fertig sind. Sie können dann mit einem Schaumlöffel abgeschöpft und in kaltem Wasser abgeschreckt werden.

Spätzle eignen sich hervorragend zu Pilzgerichten, zum Braten, oder mit ein paar angeschwitzten Semmelbröseln einfach zum pur essen.

Guten Appetit!

Pesto nach Renate

Die Zutaten für das peste Besto der Welt, so, wie es Renate (Bild Mitte) auf Doccione in der Toskana bereitet. In mündlicher Tradition überliefert von meiner Freundin Lydia.

Für ca. drei Portionen benötigt man

ein Schälchen wirklich gutes Olivenöl
je einen Bund frische Petersilie und Basilikum
den Saft einer halben Zitrone
sowie Salz und Pfeffer.

Und keine Pinienkerne. Wirklich. Vertrau mir, ich weiß, was ich tue.

Wichtig ist es, ein wirklich gutes Olivenöl zu verwenden. Je nachdem, ob der Basilikum noch zart, jung und empfindsam, oder schon kräftig, sonnengegerbt und von eher anpackender Natur ist, kann die Wahl auf ein kräftiges oder ein mildes Olivenöl fallen.

Die Petersilie und der Basilikum werden fein geschnitten oder gewiegt, und dann zusammen mit dem Zitronensaft unter das Öl gerührt. Das ganze mit Salz abschmecken, und über frisch zubereitete Pasta geben. Obendrauf macht sich wie immer gut noch ein wenig

frisch geriebener Parmesan.
Ein Glas trockenen Weißweins dazu ist obligatorisch. Und hier ist noch, was meine Freundin Lydia über das Verhältnis von Salz, Pfeffer und Zitronensaft zu berichten weiß:

Mache du die Pfeffer erste frische auf die Pasta mit die Pesto, dann besser gut. Salze musse schon sein! Die Safte von die Sitrone so ungefähre halbe Sitrone nach Gesmacke.
Gut Apptit!